Belastete Worte

Manche Begriffe wirken harmlos, bis man ihnen genauer zuhört. Sie tragen Geschichte mit sich, oft eine, die niemand mehr hören will – und gerade deshalb weitergesprochen wird, achtlos, in Talkshows, Leitartikeln, Social-Media-Posts. Diese Übersicht versammelt Worte, bei denen sich das Innehalten lohnt.

Entstanden ist sie aus einer schlichten Verunsicherung: der Sorge, beim Schreiben unbemerkt NS-Sprache zu reproduzieren. Was als private Vergewisserung begann, wird hier öffentlich – in der Hoffnung, dass es auch anderen nützt. Wissenschaftlerinnen, Journalisten, Lesern, die genauer wissen wollen, woher ein Wort kommt und was es einmal angerichtet hat.

Vollständigkeit ist nicht der Anspruch. Die Sammlung wächst, sie korrigiert sich, sie bleibt unfertig. Das liegt in der Natur der Sache: Sprache verändert sich, und mit ihr das, was an ihr klebt.